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KI, die ankommt

ChatGPT, Claude und Gemini im Unternehmen: erlaubt — aber nicht in jeder Version.

Ja, Sie dürfen die grossen KI-Assistenten geschäftlich einsetzen, auch mit Personendaten, wenn Sie die richtige Lizenzstufe wählen und einen Vertrag mit dem Anbieter haben. Das Problem sind selten die Tools selbst. Das Problem ist, dass viele Firmen die Gratis-Version im Geschäftsalltag verwenden und glauben, das sei dasselbe wie die Business-Variante. Ist es nicht.

Der eine Unterschied, der über alles entscheidet

Bei den Privat- und Gratis-Versionen (ChatGPT Free/Plus, Claude Free/Pro, Gemini für Privatkonten) können Ihre Eingaben grundsätzlich zur Verbesserung der Modelle weiterverwendet werden. Für ein Privatgespräch egal. Für eine Offerte mit Kundennamen darin: heikel.

Bei den Geschäfts-Lizenzen — Claude Team und Enterprise, ChatGPT Team/Enterprise/Business, Google Gemini Enterprise (Workspace) — gilt standardmässig das Gegenteil: Der Anbieter trainiert nicht auf Ihren Eingaben, speichert sie nur begrenzt, und Sie bekommen einen Vertrag dazu. Genau dieser Sprung von «Gratis» auf «Team/Enterprise» ist der wichtigste Schritt, den ein KMU macht — wichtiger als die Frage, welcher Anbieter «der sicherste» ist.

Zwei Dinge, die oft verwechselt werden

Wenn Sie geschäftlich KI nutzen und dabei Personendaten verarbeiten, brauchen Sie aus Schweizer Datenschutz-Sicht zwei Dinge — und die werden ständig durcheinandergebracht:

Der häufige Denkfehler: «Die Firma ist nicht auf der DPF-Liste, also ist es verboten.» Die DPF-Zertifizierung wird leicht als Ausschlusskriterium missverstanden — ist sie aber nicht. Kein DPF heisst nur: der Weg läuft über die Standardvertragsklauseln statt über die Liste.

Wo stehen die drei konkret? (Stand Juni 2026)

Unterm Strich: Alle drei sind rechtlich gangbar — über den Vertrag. Die DPF-Liste ist nicht das Kriterium, an dem die Entscheidung hängt.

Was ein KMU praktisch tun sollte

Das Problem ist selten das Tool. Es ist die Version.

Wir begleiten Schweizer KMU auf diesem Weg — menschlich, kompetent, ganzheitlich.

Wichtiger Hinweis. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung. Wir sind keine Anwälte, und kein Text im Internet kann Ihre konkrete Situation verbindlich beurteilen — sie hängt von Ihren Daten, Ihrer Branche und Ihren Verträgen ab. Bevor Sie sich auf etwas verlassen, lassen Sie Ihren konkreten Fall von einer Fachperson für Datenschutzrecht prüfen. Angaben zu Anbieter-Zertifizierungen können sich jederzeit ändern; Stand Juni 2026.

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